Bahn-Internet-Magazin

Eine kleine Zeitschrift für Internet-Eisenbahn-Fans

Blatt 2  der  Ausgabe 7 -  Juli 2009

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Es gibt Bilder, die haben irgendwelche Farben verloren oder die Filme waren schlecht, falsch entwickelt worden oder das Ausgangsmaterial war einfach nur Schrott - wie ich zu sagen pflege. So erging es mir mit dem Agfachrome 64S, hier haben sich alle Dias farbverschoben. Aber das ist nicht so tragisch. Schon mit relativ einfachen Programmen wie z.B. irfanview ist es möglich, derartige Farbverschiebungen zu beseitigen. Links der originale Scan, rechts das mit irfanview verbesserte Bild. Wie das geht? Ganz einfach, das Bild laden, dann auf Bild und Auto-Korrektur wählen. Meist reicht das aus. Hier allerdings müssen wir in den Menue-Punkt Bild und Farben ändern. Hier unter Farb-Balanzierung haben wir Regler für jede Farbe, weil hier alles zu blau ist, regeln wir den Blau-Kanal etwas ab. So einfach ist das. Bei anderen Programmen wie photoshop haben wir auch einen Punkt Auto-Tonwert-Korrektur, der auch meist ausreicht.

Das obere Bild erscheint nicht ganz scharf, obwohl es scharf ist, wie es die 100%-Ausschnitte rechts und links zeigen. Woran liegt das? Ganz einfach, auch unser Monitor hat seine Grenzen bei der Auflösung, aber hier liegt es ganz einfach auch daran, dass die Bilder mit 50% komprimiert sind.
Beim Abspeichern von Bildern im jpg-Format haben wir die Möglichkeit, zwischen 100% und 0% Komprimierung zu speichern.
Beste Ergebnisse sind natürlich 100%, aber fürs Internet reichen meist 50% aus, das aber bringt eine gewisse Unschärfe und der eigentlich blaue Himmel wird leicht kriselig. Aber damit müsst Ihr leben, auch einige Lok-Nummern wie bei den Opladen-Bildern kommen dann nicht mehr sichtbar.

Aber wenden wir uns einem weiterem Thema zu:
Der chromatischen Aberration.
Aber was ist das? Ganz einfach erklärt muss das Objektiv dafür sorgen, dass ein schwarzer Punkt oder ein schwarzer Strich auch auf dem Film oder Chip ein schwarzer Punkt bzw. Strich ist. Schwarz ist eine Mischfarbe, sie setzt sich aus Rot, Blau und Grün zusammen. Für ein Objektiv ist es aber nicht einfach, diese Farben auf einen Punkt oder Strich zusammenzuführen, weil jede Farbe eine andere Wellenlänge hat und daher anders abgelenkt wird. Die Kunst der Objektiv-Hersteller besteht nun darin, dieses erfolgreich zu verhindern. Dabei muss der Preis nicht das ausschlaggebende Argument sein, ich hatte schon 1000-Euro-teure Objektive, die haben hier kläglich versagt. Besonders kritisch ist es, wenn sich unser Objekt (Strich oder Punkt) im Randbereich des Bildes befindet.

Hier Bilder der 65 1049: Oben die Gesamt-Szenerie. Dann habe ich zwei weitere Bilder gemacht, einmal die Lok am linken Rand, dann am rechten Rand wie unten.

Hier das Bild bei dem die Lok in der Mitte war,
dieser Ausschnitt ist 100%
Hier dieselbe Lok vom unteren Bild, 
also die Lok rechts im Bild
deutlich sieht man einen roten oder grünen Saum, 
das sind die chromatischen Aberrationen

Hier das Bild, bei dem die Lok am linken Rand ist, es ist genauso, nur verlaufen die Säume spiegelbildlich und die Farben komplementär. Dieses Objektiv, es war übrigens ein preiswerteres Zoom 28-135, ist halt an seine Grenzen gestossen. Ob es bei Eurem Objektiv genauso ist, macht doch auch mal solche ähnliche Bilder zum Test. Denn die Hersteller versprechen das Blaue vom Himmel (neu digital berechnet = Pustekuchen = ???). Probieren geht über Studieren.

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