Bahn-Internet-Magazin

Eine kleine Zeitschrift für Internet-Eisenbahn-Fans

Ausgabe 2 -  Februar 2010

Direkt-Links:   BIM-Inhaltsverzeichnis   Harz-Eisenbahn-Bilder   Molli     Baureihe

Ein herzliches Willkommen bei dieser neuen Ausgabe,
und ich hoffe Ihr habt wie immer viel Spass dabei

wünscht Euch Euer Klaus

Mit Strg und - werden die Bilder kleiner     &     mit Strg und 0 wieder normal gross

WINTER - gab es das nicht schon früher mal ?

Im Februar 1978 fiel in Südbayern etwas Schnee, es war nicht allzu viel, so 30 cm, aber es handelte sich um reinen Puderschnee, weil es relativ kalt war. Dieser Pulverschnee heisst so, weil er leicht verweht werden kann, eben wie Pulver. Doch das führte in München zu einem Verkehrchaos, die damals noch relativ neuen 420er funktionierten nicht mehr. Intelligente Mitarbeiter bei der Bahn hatten die Filter, die die Motoren, die sich ja unten an der Achse befinden, schützen sollten, entfernt. Denn im Sommer setzten sich diese Filter mit Dreck zu und führten zu Überhitzungen. Diese Idee rächte sich.
Doch damals gab es nur eine DB, kein Geschäftsbereich A, der dem Bereich B nicht die Butter aufs Brot gönnte (wie heute). Also wurde improvisiert. Besonders betroffen waren die S-Bahn-Linien, die weit hinaus auf Strecken führten, die sonst nicht befahren wurden. So die damalige S5 nach Herrsching. Da hier die 420er nicht eingesetzt werden konnten, nahm man kurzerhand die Züge her, die morgens früh aus dem Norden (Hamburg, Köln, Berlin) kamen, setzte vorne und hinten eine E-Lok davor und fertig war der S-Bahn-Ersatzverkehr mit Schnellzugwagen. Da diese Züge nicht durch den Stadttunnel fahren konnten/sollten, endeten und begannen sie am Starnberger Flügelbahnhof.

103er wurden natürlich nicht genommen, denn diese hier gezeigten trafen erst am Nachmittag aus dem Norden ein, daher sind sie so sauber. Die in München zu Versuchs-fahrten abgestellte 103 233 (rechts oben) war zusammen mit ihrem Messwagen total eingeschneit im Bw München Hbf.

Oben: Ankunft der S5 in Germering. Unten: Morgendliche Abfahrt der S5 in Germering.

Nicht einmal die Bahnsteige konnten geräumt werden, aber die Züge fuhren !

Viele werden sich die Frage stellen, wie die Loks, die ja München in der Nacht anliefen, gekuppelt werden konnten. Ganz einfach: Es gab im Bw noch Drehscheiben und da wurden die Loks so gedreht, dass die ehemalige saubere Kuppelseite zum Zug hin zeigte.

Aber auch 140er wurden für die Ersatzzüge genommen, hier vorne die 140 511 (rechts) und 140 275 (oben) in Freiham bei der Zugkreuzung mit 110 454.

Natürlich gab es keinen 20-Minuten-Takt, aber das war den Reisenden egal, Hauptsache es fuhr überhaupt etwas. Denn auch die Strassen waren grösstenteils unpassierbar, Schneeverwehungen machten das Autofahren unmöglich.

WEITER     BIM     Home   BAUREIHE